Kurse

Der nächste Kurs für Kinder im Alter zwischen 5 und 7 Jahren wird in Kooperation mit dem Kath. Bildungsforum Duisburg-West im Familienzentrum St. Martin nach den Sommerferien 2018 angeboten. 

Die Anmeldung erfolgt direkt beim Familienzentrum St. Martin (Telefon: 02066 34230).

Referenten

Stefan Bernsdorff

1. Kyu (brauner Gürtel)
Trainer B - Gewaltprävention
Trainer C - Breitensport Judo
Qualifizierung "Judo spielend lernen"
Qualifizierung "Sport interkulturell"

abgeschlossenes Studium "Master of Mediation"
Konfliktmanager Finanzministerium NRW
Dozent für Gewaltprävention und Prävention sexualisierte Gewalt Bistum Münster

Sascha Hermann

2. Dan (schwarzer Gürtel)
Trainer B - Gewaltprävention
Trainer C - Breitensport Judo
Qualifizierung "Judo spielend lernen"
Qualifizierung "Sport interkulturell"

Einsatztrainer / Fortbilder bei der Polizei Duisburg

 

Stefan Bernsdorff und Sascha Hermann engagierten sich bereits seit Jahren als Trainer im Verein und interessieren sich privat, sowie beruflich für dieses Thema. Kurzerhand entschlossen sich beide dazu ihre Trainer-B-Lizenz eben in diese Richtung, Gewaltprävention, zu machen. Als ausschlaggebender Grund ist für beide die Intention, nicht nur in dem eigenen Verein Konflikten besser vorbeugen zu können, sondern auch den zunehmenden sozialen Schwierigkeiten in der Stadt / dem Stadtteil etwas entgegenzuwirken.

Die Trainer-B-Lizenz des Deutschen Judo-Bund (DJB) befasst sich mit dem Thema der Gewaltprävention, da zum Einen auch Judokas nicht völlig frei von Gewalt sind und zum Anderen, weil sich Judo hervorragend eignet sich diesem Thema zu nähern und bereits in seinen Wurzeln das Potenzial hat Konflikten vorzubeugen.

Nach dem Erwerb der Lizenz ließen die beiden Trainer das neu erworbene Wissen nicht nur in das aktuelle Jugendtraining im Verein fließen, sondern erarbeiten auch mit ihrer jahrelangen Erfahrung als Trainer ein Konzept, mit welchem sie auch außerhalb des Vereins tätig werden können.

Schnell war ein griffiger Name gefunden der die Idee verkörpert: kleine Samurai – fit und selbstbewusst.

Konzept

Bei dem Projekt der kleine Samurai handelt es sich grundsätzlich um primäre Gewaltprävention, sprich um tatsächliche Prävention, bevor Gewalt sich manifestiert. Zudem fördert das Projekt das Selbstbewusstsein und Zusammenhalt.

Bisher führen wir das Projekt mit Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren durch, wobei dies nur in Altersgruppen mit einer Spanne von zwei Jahren stattfindet. In einer kleinen Gruppe von mindestens zehn bis maximal 15 Kindern sollen die Kinder gemeinsam Herausforderungen meistern und lernen den respektvollen Umgang miteinander. Dies geschieht in der Regel in sechs bis zehn Unterrichtseinheiten.

Das Raufen ist für Kinder wichtig, vor allem für die Jungen. Wir möchten den Kindern vermitteln, dass sie ihre Kräfte durchaus messen können und auch sollen, dass sie dabei die Grenzen des Partners akzeptieren und beachten.

Die Inhalte unseres Projektes möchten wir in einer kindgerechten Geschichte über Samurai nahe bringen. Dabei soll bei den Teilnehmern ein starkes WIR-Gefühl aufgebaut werden. Denn die Kinder sollen lernen miteinander Aufgaben zu bewältigen, Vertrauen zueinander aufzubauen und ihre Kräfte beherrscht einzusetzen.

Die Vermittlung vieler Werte werden durch entsprechende Rituale gefördert und im Judo gelebt. Außerdem sollen Spiel und Spaß an allen Tagen nicht zu kurz kommen. Jedes Kind erhält am Ende des Projektes eine Urkunde und wird durch uns feierlich zu einem Samurai ernannt.

Gerne passen wir unser Konzept entsprechend an die Kinder und an die bestehenden Rahmenbedingungen an.

Projekte

Familienzentrum St. Martin

In Kooperation mit dem Kath. Bildungsforum Duisburg-West wird jährlich (nach den Sommerferien) im Familienzentrum St. Martin ein Kurs für Kinder im Alter zwischen 5 und 7 Jahren angeboten.

Eltern nehmen am ersten und letzten Kurstag teil und erfahren so, wie sich das Erlebte im Alltag der Kinder weiterentwickeln kann 

"Ich bin sehr glücklich, mit Sascha Hermann und Stefan Bernsdorff zwei engagierte Kursleiter gefunden zu haben, die Kindern Spaß an einem gemeinsamen friedlichen und trotzdem kraftvollen Miteinander vermitteln konnten“ (Evelin Bernsdorff, Leiterin des Kindergartens)

Gütesiegel Familienzentren

Eine Besonderheit haben wir mit dem Katholischer Kindergarten St. Martin erarbeitet:

Das Projekt kann einen Gütesiegel Punkt für Familienzentren erfüllen. Das bedeutet, dass das Projekt vom Ministerium für Familien […] des Landes Nordrhein-Westfalens bezuschusst werden kann. Somit werden bis zu 100% vom Ministerium getragen.

Mehr zu den Gütesiegeln der Familienzentren erfahren Sie hier.

Gemeinschaftsgrundschule Kirchstraße

Im Rahmen seines Studiums der Mediation hat Stefan Bernsdorff Kontakt zur Gemeinschaftsgrundschule Kirchstraße Kontakt aufgenommen. Nach Rücksprache mit dem Kollegium fanden sich schnell zwei Lehrerinnen und eine Klasse, welche Interesse an einem Projekt im Rahmen der Mediation und der Gewaltprävention hatten.

Am 21.05.2015 hatte die Kinder der Erdmännchenklasse und ihre zwei Lehrerinnen die Möglichkeit, unter Anleitung von Stefan Bernsdorff und seinem Hilfstrainer Mirko Zieger, als kleine Samurai die Sportart Judo kennen zulernen. Dabei ging es erst mal über ein Spiel um das Hauptziel des Tages: Kooperation. Die wurde auch beim Sammeln von Flaschendeckel gebraucht. Nach dem Aufwärmen und einer Ideensammlung zu den Samurai lernten die Teilnehmer dann das traditionelle Angrüssen und spielerisch die beiden wichtigen Kommandos "Hajime“ und "Mate“.

Bevor es schließlich ans Kämpfen ging, wurden mit den Kindern die Regeln dazu erarbeitet und direkt verinnerlicht in verschiedenen Kampfspielen, die nach und nach immer mehr Kontakt erforderten bis hin zum Bodenkampf auf der Weichbodenmatte. Das Ende des Tages bildete dann noch der Brückenkampf auf umgedrehten Bänken, wo die Schüler die Gelegenheit bekamen, die Trainer auf die Matte zu legen und sich dabei lautstark gegenseitig anzufeuern.

"Insgesamt hat der Projekttag beiderseits viel Spaß gemacht, was man an der guten Teilnahme und der Erschöpfung der Kinder am Ende sehen konnte.“ (Mirko Zieger, Hilfstrainer)

"Auch ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen für den gelungenen Projekttag bedanken. Die Kinder und auch ich haben es sehr genossen, einmal ungezwungen miteinander umzugehen und Spaß zu haben. Die Kinder haben anschließend noch einmal Regeln aufgestellt, die Sie während des Judotages hilfreich fanden und weiter benutzen möchten. Am wichtigsten war es den Kindern, Respekt voreinander zu haben. Auch über Konsequenzen / Belohnungen haben wir geredet. Anschließend wurde ein Klassenvertrag geschlossen, der nun in Plakatform in der Klasse hängt.“ (Frau Lingnau, Lehrerin der GGS Kirchstraße)

Kontakt

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